italiano | deutsch | english

Vom Sinn
der Wirklichkeit...

Hotel mit traditioneller Fassadenmalerei in der Ferienregion Kastelruth

Einzigartiger Aufenthalt im prachtvoll bemalten Hotel-Garni zum Wolf - für einen unvergesslichen Erlebnisurlaub in den Dolomiten

"Schaffen und Streben ist Gottes Gebot, Arbeit ist Leben, Nichtstun der Tod."
Eduard Burgauner (1873 – 1913)

So steht es auf dem wegen seiner ansprechenden Malereien bei allen Besuchern Kastelruths wohlbekannten Gebäude, dem Hotel-Garni ZUM WOLF zu lesen. Dieses Motto prägte auch das Leben des Malers, der den Fassadenschmuck 1907 schuf. Eduard Burgauner entstammte einer alteingesesessenen Kastelruther Bäckersfamilie und wurde am 14. Februar 1873 geboren. Er hatte sieben Geschwister, fünf Brüder und zwei Schwestern, und verlor die Mutter, als er kaum fünfjährig war.Über seine Jugend ist uns wenig überliefert, aber es ist anzunehmen, dass der väterliche Onkel, Johann Burgauner, ein in Südtirol ziemlich bekannter Maler, von dem auch das Altarbild (Mensale) „Herz Mariä“ in der Pfarrkirche von Kastelruth stammt, den talentierten Neffen gefördert und gelegentlich unterwiesen hat.

Nach längeren Aufenthalten und Schaffen in Innsbruck, Memmingen und Wien kehrte Burgauner wahrscheinlich Ende 1901 oder Anfang 1902 nach Kastelruth zurück. Der Maler ist nun 29 Jahre alt und beginnt sein ambitiöses Programm, das Kastelruth in das bemalteste Dorf Südtirols verwandeln sollte. Als erstes wird die väterliche Bäckerei, die nun sein Bruder Anton führte, verschönert. 1904 ist die Villa „Felseck“, sein Haus, vollendet. Auf den Fassaden seiner Villa entfaltet Burgauner sein ganzes Können und gleichzeitig auch seine Poetik. Das Mendelhauss ist der nächste Schritt auf dem Weg zur Verwandlung Kastelruths in ein Gesamtkunstwerk. 1907 erfolgt die Bemalung des Gasthauses zum Wolf.

Die Dachluken sind von Engeln umrahmt, die Muttergottes mit dem Jesukindlein wird von dem Patron der Gastwirte kniefällig verehrt, daneben links der hl. Florian als Beschützer vor der stets lauernden Brandgefahr und der hl. Michael. Neben dem Erker die Wirtsleute rechts und ein Metzger links. Die Putten mit dem Schweinskopf und der Wurst deuten auf das Angebot des Hauses, zu dem offensichtlich auch eine Metzgerei gehörte. Die Bilder werden durch einige Verse noch verdeutlicht:

Geschlachtet hat schon Abraham
dem lieben Gott ein Opferlamm
für Isak seinen lieben Sohn
so alt sind auch die Metzger schon

Neben diesem Adelsbrief der Metzgerzunft steht dann ganz sachlich

Mit Schinken und Braten
This Haus beraten
Eine gute Wurst
Erweckt den Durst

Daß dieser Durst nicht ungelöscht bleiben kann, beweist ein bacchusähnlicher Knabe auf einem Panzele. Um den Gast von unbewußten oder auch bewussten Hemmungen zu befreien, wird er an ganz unumstößliche Tatsachen erinnert:

Das Trinken lernt der Mensch zuerst
viel früher als das Essen
Drum sollst Du auch als guter Christ
das Trinken nicht vergessen.

Wie in eine kleinen Theatrum Mundi thront zuoberst Maria, darunter kommen als Vermittler die Schutzheiligen und noch darunter die Wirtsleute. Der Wolf, nach dem das Hotel-Garni benannt ist, kommt nur im hölzernen Wirtshauschild vor. Die modernen Elemente sind aus dem Freskenzyklus fast gänzlich verschwunden, das lustige, skurrile, dem gemeinen Manne verständlichere Sujet gewinnt die Oberhand: die spielende Katze und die musizierenden Affen passen genau ins Bild.
Und der letzte Spruch erinnert an die Sinnhaftigkeit der Wirklichkeit und die Vergänglichkeit des Seins:

Der Eine macht’s, der Zweite bedacht’s,
der Dritte verlacht’s, was macht’s?
Kontaktadresse

Hotel Zum Wolf***
Oswald von Wolkenstein Str. 5
I-39040 Kastelruth (Bz)

E-Mail: info@hotelwolf.it

Tel. +39 0471 70 63 32
Fax +39 0471 70 70 30
Die Gästekarte
Unsere Gäste erhalten kostenlos die Gästekarte "Ferienregion Seiser Alm", mit der Sie uneingeschränkt die öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol nutzen können.